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Willkommen

Die Anwaltskanzlei STRUBE RECHTSANWALT  begrüßt Sie ganz herzlich. Meine Kölner Anwaltskanzlei finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu mir auf. Lernen Sie die Arbeit meiner Kanzlei kennen. Diese konzentriert sich auf 

  • Bankrecht
  • Kapitalanlagerecht
  • Verbraucherschutz

Vertreten werden bundesweit Verbraucher und Unternehmen gegen Banken und Sparkassen, nicht umgekehrt!

Bankentrick Nr. 1: Kündigt der Kunde das Immobiliendarlehen vorzeitig, weil das Objekt verkauft wird, geschieht es, dass die Bank bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung vertraglich vereinbare Sondertilgungsrechte nicht berücksichtigt. Die Folge: Der Ablösebetrag ist deutlich zu hoch. Bankentrick Nr. 2: Kündigt die Bank den Immobilienkredit, verlangt sie zum Teil immer noch eine Vorfälligkeitsentschädigung, obwohl dies seit 2016 unzulässig ist.

Bankentrick Nr. 1 musste ein Mandant von Rechtsanwalt Strube erleben, von dem die Sparkasse KölnBonn nach dem 2015 erfolgten Verkauf seiner Immobilie eine Vorfälligkeitsentschädigung von 28.047 Euro kassierte. Es lohnt sich durchaus, solche Forderungen nicht kritiklos über sich ergehen zu lassen. Eine Nachrechnung der Verbraucherzentrale Hamburg ergab, dass nur 24.768 Euro gerechtfertigt waren. 3.279 Euro wurden demnach zu viel kassiert. Daneben, auch dies ist ein verbreiteter Trick, wurden seitens der Sparkasse KölnBonn für die vorzeitige Darlehensrücknahme ein nicht näher spezifizierter „Bearbeitungspreis“ von 150 Euro und eine Gebühr für einen „Treuhandauftrag“ von 200 Euro aufgeschlagen. 

Es bedurfte eines Rechtsstreits, in dem die Sparkasse KölnBonn sich gezwungen sah, ihre Berechnung der Entschädigung zu „aktualisieren“. Ergebnis: Die 450 Euro reklamierte Bearbeitungsgebühren rückte die Sparkasse KölnBonn freiwillig wieder heraus. Und zur Zahlung der von ihr im Rahmen der „aktualisierten“ Berechnung eingeräumten 3.102 Euro zu viel gezahlter Entschädigung wurde sie 2019 vom Gericht verdonnert. Die zu hohe Forderung der Sparkasse beruhte darauf, dass diese die bis zum regulären Vertragsende vertraglich möglichen Sondertilgungsrechte des Kunden in ihrer Berechnung unberücksichtigt ließ. Dies ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs unzulässig.    

Die vom Landgericht Köln nicht zugesprochene Kundenforderung von 177 Euro hat ihre Ursache in anhaltenden Differenzen zur Frage von einzelnen Kostenansätze, die sich in den Berechnungsmodellen der Verbraucherzentralen und Kreditinstitute unterscheiden. Lust, sich mit den kontroversen  Rechtsfragen zu den Kostenansätzen zu beschäftigen, hatte die Bankenkammer des Landgerichts nicht.  

Bankentrick Nr. 2 hat ein echtes Geschmäckle. Kündigt die Bank eine laufende Immobilienfinanzierung mit einem Verbraucher, wurde seit jeher seitens der Banken und Sparkassen als Folge der Kündigung der entgangene Zinsgewinn in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung verlangt. Diese Bankpraxis wurde bereits 2016 mit zwei Urteilen des Bundesgerichtshofs untersagt (Aktenzeichen BGH XI ZR 187/14 und 103/15). Das Kreditinstitutmuss sich bei eigener Kündigung eines Immobiliendarlehens auf den gesetzlichen Verzugszinssatz von 2,5 %-Punkten über dem Basiszinssatz beschränken. 

Bei der VR-Bank Westmünsterland ist dieses gerichtliche Verbot bis heute nicht angekommen. Auch 2019 verlangt sie ausweislich eines Rechtsanwalt Strube vorliegenden Schreibens weiter bei einem von ihr gekündigten Immobilienkredit eine Vorfälligkeitsentschädigung von 6.700 Euro. Die Begründung gehört dabei ins juristische Kabarett. Der BGH habe ja, so die wackeren Volksbanker, nur bei einer Kündigung wegen Ratenverzug die Entschädigung untersagt. Im konkreten Fall sei jedoch wegen Vermögensverschlechterung gekündigt worden. Dazu habe der BGH nicht entschieden.

Bei dieser oberfaulen Ausrede wird übersehen, dass es dem BGH nicht auf den Grund der Kündigung ankam. Sondern auf die schlichte Tatsache, dass der Gesetzgeber der Bank als deren generelle Folge keinen Anspruch auf einen vertraglichen Zinsschaden zusprechen wollte. Dies wird demnächst auch im Westmünsterland zu akzeptieren sein. 

Wir raten bei Beendigung einer Immobilienfinanzierung gleich aus welchem Grund zu einer kritischen Überprüfung der Ablösesummen. Bei der rechnerischen Überprüfung helfen die Verbraucherzentralen, beispielsweise die in Hamburg:
https://www.vzhh.de/themen/bauen-wohnen-energie/immobilienfinanzierung/wie-hoch-darf-die-vorfaelligkeitsentschaedigung-sein 

Untersuchungen der Verbraucherverbände belegen, dass es noch immer weit verbreitet ist, zu hohe Ablösebeträge zu verlangen, vgl.: https://www.marktwaechter.de/pressemeldung/ueberhoehte-forderungen-bei-der-vorfaelligkeitsentschaedigung

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